Japan

Reise durch Japan

Autor: Stefan

Kochen in Tokyo

Wie könnte man eine Japan-Reise besser abschliessen, als mit einem Kochkurs bei einer Eingeborenen (pardon Einheimischen). Wir haben zusammen mit Mayuko und in deren «Little Kitchen» Ramen und Gyozas gekocht, gebraten, gedünstet und natürlich gegessen. Jetzt können wir sogar zuhause japanische Suppe geniessen und kleine Teigtaschen braten.

Tokyo ohne Shopping ist wie Fahrradfahren ohne Räder. Also musste auch noch die Brieftasche ein wenig daran glauben. Luxuskaufhäuser, 100-Yen-Shops, Don Quijote, Spezialitäten-Läden, Tokyo bietet alles. Vielleicht war es gut, dass wir nicht noch mehr Zeit zum Shoppen hatten.

Mit diesem Blog-Eintrag endet auch unsere kulturell-kulinarische Reise durch das Land der aufgehenden Sonne.

Was wir vermissen werden:

Das Essen
Wir haben wohl noch nie in einem Land so gut gegessen wie in Japan. Da können weder Südamerika, noch die USA und schon gar nicht die Karibik mithalten. Das Essen war immer frisch, äusserst schmackhaft und vielfältig. Das hat uns sehr geschmeckt.

Die Japaner
Japaner sind wohl nicht die offensten Menschen und auch nicht die fröhlichsten. Viele getrauen sich nicht, ihr Englisch (welches die meisten Japaner während mindestens 6 Jahren lernen) anzuwenden. Grammatikalisch würden sie wohl jeden Test mit Bravour bestehen, jedoch harzt es mit dem Reden. Und trotzdem haben wir als Reisende noch selten so viel Gastfreundschaft und Herzlichkeit erlebt wie in Japan. Japaner gehen mit soviel Respekt mit ihren Mitmenschen um, wie wir auch das noch in keinem anderen Land erlebt haben. Das hat uns tief berührt.

Das Reisen
Fremdes entdecken, Ungewohntes ausprobieren, neue Kulturen kennenlernen, in andere Welten eintauchen – das gefällt uns. Und das wollen wir in Zukunft zu Dritt erleben.

Worauf wir uns freuen:

Nichtraucher-Restaurants
Japan ist ein Volk von Rauchern. Im öffentlichen Raum verboten, darf dafür in vielen Restaurants geraucht werden. Auf die olympischen Spiele 2020 hin soll dies jedoch – zumindest in Tokyo – ändern.

Vollkorn-Brot & Käse
Die Japaner können so ziemlich alles kochen, sogar Thai-Food, Pizza und Gipfeli schmecken vorzüglich. Vollkorn-Brot hat es jedoch noch nicht wirklich bis nach Japan geschafft. Und ebenso wenig der Käse. Sei es, weil viele Japaner Laktose-Intolerant sind oder weil sie Käse nicht mögen – auf jeden Fall wird kaum Käse serviert. Obwohl wir in einem Food-Store Gruyere für umgerechnet CHF 108/kg entdeckt haben.

Unsere Lieben
…und natürlich freuen wir uns sehr darauf, unsere Familien und Freunde wieder zu sehen.

Danke, dass ihr mit uns mitgereist seid und für die vielen Reaktionen von euch.

Bis gly,
Janine y Stefan

Kobe Beef und Fujisan

Unsere Reise durch Japan neigt sich dem Ende zu, nur noch eine letzte Fahrt innerhalb von Japan – von Kawaguchiko nach Tokyo. Kommenden Donnerstag geht es dann zurück in die Schweiz.

Das Kobe-Rind oder Kobe-Rindfleisch ist auch bei uns sehr bekannt. Da wollten wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen und die namensgebende Grossstadt besuchen. Bei der Einfahrt mit der Fähre kam mir Kobe vor wie ein leuchtender Weihnachtsbaum. Aber wahrscheinlich will jede Grossstadt irgendwie auch ein bisschen Weihnachtsbaum sein.

In Kobe haben wir dann natürlich das weltberühmte Beef probiert. Sehr lecker und sehr teuer, 80 Gramm kosteten rund 3’700 Yen. Neben diesem kulinarischen Highlight machten wir einen Abstecher zur Burg Himeji. Himeji ist wohl neben dem Fujisan das meistabgebildete Wahrzeichen von Japan und wahrhaftig schön anzusehen. In Himeji konnte ich erstmals ein Matcha-Softice probieren. War leider nicht so lecker und wird wahrscheinlich eher nicht meine Lieblings-Glacé-Sorte. Vom verheerenden Erdbeben von 1995, welches 6’430 Menschenleben forderte, gibt es am Hafen in Kobe eine Gedenkstätte. Es ist schon eindrücklich zu sehen, wie machtlos Beton und Stahl gegen eine solche Naturgewalt sind.

Nach Kobe sind wir mit dem Zug nach Ito gefahren. Ito ist neben Beppu und Atami eine der drei grossen Onsen-Städte. Wir waren in einem tollen Ryokan einquartiert und es wurde uns nach alter japanischer Tradition Frühstück und Abendessen auf dem Zimmer serviert. Wir konnten relaxed im Yukata (einfacher japanischer Kimono) essen. Janine hat gemeint, ich sähe darin aus wie ein Samurai-Krieger. Nach dem Essen habe ich mich eher wie ein Sumo-Ringer gefühlt. Im Zimmer hatten wir sogar ein eigenes Onsen. Da aber gleich nebenan das allgemeine und wunderbare Openair-Bad (Rotenburo) war und dieses gleichzeitig von Frauen und Männern benutzt werden konnte (eher eine Ausnahme), haben wir dieses besucht. Von Ito aus sind wir zum Mount Omuro, eine Art grüner Vulkan-Kegel, gepilgert. Von dort haben wir dann zum ersten Mal die Ikone von Japan – den Fujisan – gesehen. Die Japaner verehren den Fujisan göttergleich und man versteht sofort, wieso die Japaner das Matterhorn so toll finden.

Mit dem Bus fuhren wir anschliessend auf das rund 800 Meter höhere gelegene Kawaguchiko. Kawaguchiko ist auch das Zuhause von Akihide Ono. Er führt ein kleines AirBnB, welches er jeweils am Wochenende vermietet. Es spricht zwar noch nicht so gut Englisch, will dies aber unbedingt verbessern. Er ist zudem ein fabelhafter Koch und toller Gastgeber. Akihide hat uns Nacht- und Morgenessen offeriert! Das Essen war besser, als in manchem Restaurant. Als wir ihm vorschlugen ein Restaurant zu eröffnen, meinte er, dass er lieber zuhause esse. Er versteht sich als Gastgeber und seine Kochkünste als Geschenk an seine Gäste. Aus seinem Haus sieht man aus dem oberen Stock den Fujisan und wir hatten Glück, denn gestern war strahlend schönes Wetter. Akihide hat uns zu einem Aussichtspunkt gefahren, wo wir den Fujisan in seiner vollen Pracht bestaunen konnten. Anschliessend waren wir am Kawaguchiko-See, um die vielen Farben und Nuancen des Herbstlaubes zu bewundern. Wobei Einige mehr Begeisterung zeigten als Andere – der Andere zeigte eher mehr Begeisterung für die Mikro-Brauereien.

Heute Morgen hat uns Akihide zum Bahnhof gefahren. Wenn ihr mal per Zufall in Kawaguchiko seid und einen wunderbaren Gastgeber wollt, dann geht unbedingt zu ihm. Eine solche Gastfreundschaft haben wir auf unseren Reisen noch nie erlebt!

Zum Schluss noch etwas Statistik für alle Fälle und weil es so schön ist:

Mit dem Zug sind wir insgesamt 2’995 km gefahren, während wir für den Flug nach Okinawa und zurück 2’120 km zurücklegten. Mit Fähren haben wir ungefähr 300 km unserer Reise absolviert und mit Bussen sind wir 312 km transportiert worden. Insgesamt kann man statuieren, dass der ÖV in Japan äusserst attraktiv und zudem sehr pünktlich ist. Zu Fuss haben wir natürlich auch noch etliche Kilometer (dazu fehlen mir unglücklicherweise genaue Statistiken) zurückgelegt und ich war 13 mal rennen und habe dabei 130.4 km geschafft. Mit dem Velo sind wir 70.3 km geradelt (wir waren nur einmal).

Japanisches Wellnessen

Es schaukelt gerade ein bisschen. Wir sind auf der Fähre nach Yawatahama. Eigentlich ist es schon fast ein Kreuzfahrtschiff. Jedenfalls hat es eine Spielecke für Kinder und Erwachsene, ein Aussichtsdeck, jede Menge Liegeplätze (Tatami), eine Imbiss-Bude und natürlich die allgegenwärtigen Getränke-Automaten, da kann man immer wieder ganz tolle Sachen ausprobieren. Es schmeckt nicht ganz immer, aber heute habe ich eine gute Wahl getroffen (wir hatten auch schon nach-Kaugummi-schmeckende-Limonade).

Beppu mussten wir leider schon wieder verlassen. In Beppu hat es sehr viele heisse Quellen, deshalb qualmt und dampft es überall in diesem Städtchen. Und hin und wieder riecht es nach verfaulten Eiern. Wir waren schon ganz aufgeregt und freuten uns wie kleine Kinder auf das erste Ryokan (traditionelles japanisches Gästehaus) in dem wir übernachten durften. Wir wurden nicht enttäuscht. Nette Gastgeber, nur 8 Zimmer und ein schönes altehrwürdiges Haus. Anscheinend war das letzte buchbare Zimmer das Grösste von allen und im zweiten Stock angelegt. Die Treppe hinauf war eher steil, mein Koffer schwer und die Angestellten nicht gerade die Grössten. Da ich also allesamt um mindestens einen Meter überragte (zumindest geben sie dir das Gefühl), trug ich den Koffer selbst hinauf. Man konnte im Ryokan ein privates Onsen (heisses Bad, ungefähr 40° C) buchen und wir haben das zweimal in Beschlag genommen. Wunderschön!

In Beppu haben wir 3 Jigukan (Höllen) besichtigt. Eine ist rot, die andere sehr heiss (98° Celsius) und die letzte macht im Schlamm so lustige Mönchsköpfe. Und selber gekocht über dem heissen Dampf  haben wir auch noch.

Am Abend waren wir dann in einem etwas grösseren Onsen. Im Hotel Suginoi, einem Betonbunker, welcher hoch über Beppu thront. Meine Anleitung zur Benutzung des Onsen – zuerst noch ein Disclaimer: ich versichere euch, dass diese Anleitung absolut unvollständig ist:

  • Nackt ausziehen (Onsen sind meistens geschlechtergetrennt)
  • Komplett mit Seife und Shampoo auf einem viel zu kleinen Holzschemel waschen (es soll richtig schön schäumen)
  • Mit dem Handtuch allen Schaum wegmachen
  • Handtuch ausspülen am besten mit kaltem Wasser
  • Handtuch zusammenlegen und auf den Kopf (den eigenen) legen
  • Mit einem Bottich Wasser aus dem Onsen schöpfen und damit anwärmen (optional)
  • Langsam ins Wasser steigen, zuerst bis zum Bauch und wenn man es aushält bis zum Kinn, Haare kommen nie ins Wasser
  • So lange, wie man es aushält im Wasser bleiben
  • Man kann danach duschen, muss aber nicht
  • Immer ein bisschen gucken, wie die Japaner das machen, insbesondere auch, weil die Japaner natürlich ganz genau schauen, dass der Touri alles richtig macht

Kleiner Zeitsprung. Wir sind nun in Matsuyama und sind schon wieder in einem Hotel mit eigenem Onsen. Diesmal aber ist das Bad im 13. Stock, auch nicht zu verachten. Heute waren wir in einem der ältesten Badehäuser von Japan. Im Dogo Onsen Honkan, anscheinend soll diese heisse Quelle seit 3‘000 Jahren benutzt werden. Das Haus ist zwar sehr alt, aber natürlich nicht 3‘000 Jahre, trotzdem soll es ab 2019 über mehrere Jahre renoviert werden. Wir konnten es natürlich nicht unterlassen und haben auch dieses Onsen besucht. Das Dogo Onsen Honkan und wir als einzige Westler unter vielen Japanern. Zum Abschluss gab es im Ruheraum noch Tee und Keks. Wunderbar! Wir haben zur Feier des Tages in der Burg von Matsuyama den Sonnenuntergang bei einem Apéro angeschaut.

Nagasaki und Okinawa

Nagasaki ist irgendwie anders als die anderen japanischen Städte. Ich konnte aber nicht so recht sagen, was anders ist. Nagasaki ist die zweite Stadt, die von einer Atombombe getroffen wurde. 3 Tage nach derjenigen in Hiroshima. Nagasaki hat ebenfalls ein Atomic Bomb Museum. Die Stimmung in diesem Museum ist aber eindeutig bedrückender als in Hiroshima. Neben dem Besuch des Museums haben wir die Stadt besichtigt, waren am Hafen spazieren und haben am Schluss noch ein Festival besucht. Wir haben auch die lokale chinesische Spezialität Champon-Noodles probiert und bleiben definitiv beim japanischen Essen.

Mit der Peach Aviation flogen wir von Fukuoka nach Okinawa. Okinawa ist etwa 500 Kilometer von der japanischen Hauptinsel Kyushu entfernt und gilt als Urlaubsparadies für Japaner. Wir haben hier ein Strandhotel im Süden bezogen. Im Hotel hat es aber aus unserer Sicht hauptsächlich Chinesen oder Taiwanesen, ist aber auch nicht weiter verwunderlich, da Okinawa nur rund 125 Kilometer von Taiwan entfernt ist. Es hat einen schönen Strand, leider nicht sehr lang und weil sie viele gefährliche (tödliche) Quallen haben, ist jeweils nur ein durch Netze abgetrennter Teil zum Baden freigegeben. Die Leute sind offener als auf den Hauptinseln, so wurden wir von 3 verschiedenen Personen informiert, dass gerade ein Klassenlager stattfindet und sich deshalb so viele Schüler in Itoman (Nähe vom Hotel) befinden und sie jeweils 2-6 bei sich zu Hause aufnehmen.

Wir waren mit der Fähre auch noch auf einer kleineren Insel (Zamami), die ebenfalls zu Okinawa gehört. Ein wunderbarer Strand und tolle Stellen zum Schnorcheln haben uns dort erwartet.

Okinawa ist irgendwie ein bisschen wie Hawaii, ausser dem Essen, das ist definitiv besser hier. Morgen geht es nun weiter mit dem Flugi nach Fukuoka und dann mit dem Zug nach Beppu zu den Onsen. Doch dazu später mehr, ich will ja nicht alle Spannung vorwegnehmen.

PS: Kommentare müssen durch uns freigegeben werden (wegen Spam, etc.), sind aber sehr gerne gesehen.

PPS: Ganz böse Habus (Giftschlangen) soll es hier auf der Insel geben. Leider (Stefan) oder Gottseidank (Janine) haben wir keine gesehen.

Reise von O(rt) zu O(rt)

Wir sind wieder einmal eine Station weitergekommen und von Osaka nach Onomichi gereist. Morgen geht es dann auch bereits weiter nach Hiroshima. Auf Hiroshima sind wir sehr gespannt.

Nach der letzten Live-Schaltung unsererseits haben wir das Aquarium in Osaka besucht. Gemäss deren Aussagen, das grösste Aquarium der Welt, das hiess es aber auch schon in Monterey und Lissabon. Was ist korrekt? Ich musste es googeln oder wikipedien oder ganz einfach im Internet recherchieren. Anscheinend das grösste der Welt ist derzeit eines in China und es gibt sogar eines in Japan, welches grösser ist! Unabhängig von der Grösse, frage ich mich trotzdem, ob sich die riesigen Walhaie im grossen Becken wirklich wohlfühlen..

Wir haben die Vergnügungsmeile von Osaka (Dotonbori) erkundet. Man kann hier nach Herzenslust shoppen und essen. Am Abend waren wir dann etwas gediegener essen und waren überrascht, was man aus frittierten Spiessen so alles herausholen kann.

Derzeit weilen wir in Onomichi. Das ist eine Hafenstadt etwas weiter westlich von Osaka. Hier trifft man vor allem japanische Touristen und es hat einen tollen Veloweg. Der Veloweg führt von der grössten Hauptinsel Honshu zur kleinsten Hauptinsel Shikoku über verschiedene kleinere Inseln und über 6 Verbindungs-Brücken. Insgesamt 70 Kilometer, viele machen dies in zwei Tagen und wir waren der Ansicht.. schauen wir mal.. Es hat wieder Erwarten sehr gut in einem Tag gereicht, glücklicherweise hat auch das Wetter mitgemacht. Wir waren schon etwas stolz auf unsere Leistung (insbesondere auch hinsichtlich der „Göppeln“, die wir benutzen durften). Heute haben wir uns einen geruhsamen Tag in Onomichi gegönnt und die Gegend erkundet. Wir haben herausgefunden, dass heute ein Laternen Festival mit etwa 34’000 Laternen stattfindet. Sie waren schon fleissig am Aufstellen von Laternen.

Kyoto – Stadt der Tempel

Kyoto – die Stadt der vielen Tempel und Schreine (der Unterschied ist hier nachzulesen). Zudem bisher die Stadt mit dem verhältnismässig grössten Touristenanteil.

Von Kanazawa sind wir heil in Kyoto angekommen. Der Thunderbird hat uns sicher in die alte Kaiserstadt gefahren. Der Taifun ist anscheinend mehr oder weniger an Kanazawa vorbeigezogen. Wir sind trotzdem am Abend im Hotel geblieben und kamen (respektive nur ich) dadurch in den Genuss eines Sake Tastings. Ein Ami produziert den Sake anscheinend in der Nähe von Kanazawa. Ich bleibe dabei, Sake wird nicht mein Lieblingsgetränk werden.

In Kyoto konnten wir unser Gästehaus im Zentrum von Kyoto beziehen. Eine sehr gute Unterkunft mit einem netten und hilfsbereiten Rezeptionisten (oder möglicherweise auch Inhaber, da hält man sich in Japan jeweils bedeckt). Falls jemand nach Kyoto geht und kein Hotel will, der sollte unbedingt in Betracht ziehen hier zu übernachten: http://hibiki88.com/

Nach unserer Ankunft in Kyoto haben wir uns gleich ins Getümmel gestürzt und sind auf eine Geisha-Tour durch Kyoto gegangen. Gefühlt waren etwa 300 andere Touristen auch mit dabei. Glücklicherweise haben sie 3 Gruppen gemacht und so wurde unsere Gruppe auf etwa 30 reduziert (ich war noch nie wirklich stark im Rechnen). Geikos (so werden sie in Kyoto genannt) sind edle Unterhaltungsdamen, welche nur einem sehr elitären Kreis von Salary Man (Geschäfts-Leute) zugänglich sind. Die Geikos haben dabei aber nichts mit Prostitution zu tun. Die Lernenden nennen sich Maikos und diese sieht man manchmal in den Gassen, wenn sie von Lokal zu Lokal huschen um ihre Künste (Gesang, Instrument, Tee servieren, Gespräche führen) zu präsentieren.

Weil wir gerade in Schuss waren, haben wir am nächsten Tag gleich nochmals eine Tour gemacht. Eine sogenannte Free Walking Tour (kennt man auch aus anderen Städten). Die Qualität war einigermassen in Ordnung, jedoch war die Tour vom Vorabend deutlich besser.

Eine Folklore Veranstaltung haben wir auch besucht. Wahrscheinlich war das für uns etwas das gleiche, wie wenn Japaner in den Stadtkeller in Luzern gehen. Für uns war es spannend mal zu sehen, was es da so alles gibt. Präsentiert wurden Tee-Zeremonie, Blumengestecke arrangieren, Instrumente spielen, Tanz vorführen, Komödie, Puppentheater. Der Höhepunkt war aber sicher die Vorführung der Maiko, welche mit graziler Eleganz zwei Tänze vorführte.

Wir haben folgende Tempel/Schreine besucht: Yasaka-jinja, Kiyomizu-dera, Fushimi Inari-Taisha (Titelbild), Kinkaku-jii (Goldener Tempel). Ich habe leider absolut keine Ahnung mehr, welchen Göttern da gehuldigt wird, jedenfalls konnte man fast überall Tausende von Glückbringern kaufen und die Japaner machen jeweils auch rege Gebrauch davon. Man darf sicher auch sagen, dass die Tempel oder Schreine alle sehr schön sind, jedoch auch touristisch äusserst stark frequentiert.

Was haben wir sonst noch gemacht? Wir waren im Manga Museum mit einer äusserst lustigen Show einer Japanerin rund um Sprachwitz und den Golden Bat. Wir haben nur etwa 10% verstanden und man konnte immer was gewinnen. Das Manga Museum ist toll für Manga Liebhaber. Wir waren am Nishiki Markt und haben geschlemmt. Und gestern waren wir noch in Omihachiman. Ein kleine Stadt etwa 30 Kilometer nördlich von Kyoto. Sehr ruhig, wenig touristisch, äusserst erholsam und nette Leute. Für uns eine tolle Abwechslung zum lebhaften Kyoto.

Kommen wir zum Schluss zum Wichtigsten für uns und für die Japaner. Lecker Essen (Oishii!)! Am ersten Abend hatten wir Teriyaki (Poulet-Spiessli) in der Touristenmeile. Am zweiten Abend gab es Teppanyaki (Grilliertes) und weil wir uns auf japanisch nicht auf den Fisch einigen konnten oder die Verständigung etwas schwierig war, wurde uns das tiefgefrorene Sortiment am Tisch präsentiert und wir als Fischkenner konnten stillsicher den richtigen Fisch auswählen, oder so.. Am dritten Abend hatten wir Tofu in 9 Gängen, am vierten Abend gab es Sushi für 30 Franken vom Band und gestern gab es noch Curry. Beim Curry gilt die alte Weisheit, dass man ein Restaurant nicht nach seinem äusseren Anschein beurteilen sollte. Innen war es sehr cool eingerichtet. Zum Abschluss waren wir gestern dann noch in einer coolen Bar (Café Indépendants).

Heute geht es nun weiter in die drittgrösste Stadt von Japan. Osaka ist vor allem für ihr Essen (ist uns gar nicht recht.. 😉 ) bekannt. Die Zugfahrt dahin dauert nur etwa 30 Minuten.

Erste Eindrücke in Tokio

Der Flug nach Tokio lief äusserst ruhig und war schnell durch. Ich konnte sogar mal im Flugzeug schlafen. Von Tokio Narita sind wir mit dem Narita Express direkt ins Stadtzentrum gefahren. Und wurden in unserem Hotel Henn na herzlich von zwei netten Damen begrüsst. Die lächeln aber nur und sprechen kaum. Hundemüde sind wir am ersten Tag relativ früh ins Bett. Am zweiten Tag haben wir unsere Umgebung (Ginza) erkundet und dabei auch den Fischmarkt angesehen. Am Abend gab es dann zum ersten Mal Sushi (richtig ankreuzen soll dabei gelernt sein, ansonsten erhält man blöderweise Aal, der dann aber gar nicht mal so schlecht geschmeckt hat). Und Sake gibt es auch, muss man aber nicht gern haben. Gestern haben wir Akihabara erkundet, ein Viertel mit vielen Game-Lokalen, Maid-Cafes und Elektronik-Shops. Am Abend waren wir mit einem uns bekannten Japaner essen. Wir haben eine Art Omelette gegessen. Bier und Shochu gab es. Auch Shochu ist nicht so wirklich meins. Aber das Bier find ich gut. Heute geht es nun weiter mit dem Shinkansen, wir sind schon ganz aufgeregt mit dem Bullet-Train (englischer Ausdruck des Shinkansen) zu fahren.

Koffer sind gepackt

Morgen geht es los!

Ready to rock

Das letzte Hochzeit ist gehochzeiteret. Nun geht es an den Feinschliff für die Planung unserer Reise nach Japan. Wohin wir durch wollen, ist noch etwas unklar. Aber wir werden schon einen Weg finden und hoffentlich viele Sushis essen können. Wenn wir schon dabei sind, was ist eigentlich die Mehrzahl von Sushi? Oder ist Sushi ein Gebiet von Essen oder nennt man diese Rolls auf japanisch Sushi? Eine Frage, die es in Japan abzuklären gilt.

Konichiwa

Im September 2018 werden wir für 7 Wochen nach Japan reisen. Verfolge uns bei unserer Reise.

Wir sind noch nicht ganz sicher, wo wir durchreisen werden, aber irgendwohin wird es uns schon ziehen.

Japan ist ja ein grosses Land, aber wir haben ja auch eine Menge Zeit, die wir da verbraten können.

Wir werden hin und wieder was schreiben, was aber noch gar nicht so recht, was wir alles schreiben werden.

 

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